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21.01.2026 Allgemein

Fasnet 2026 am Ort nimmt bei der Ausgrabung Fahrt auf

Mit der Fasnetausgrabung und gleichzeitigen Proklamation der diesjährigen Fasnet gibt es bei den Narren kein Halten mehr. Jetzt traf sich das Narrenvolk wie alljährlich gemeinsam bei der Zehntscheuer zur Ausgrabung und Proklamation der Fasnet.  Viele interessierte und begeisternde Narren vernahmen von Zunftmeister jens Rapp den laut schallenden Begrüßungsruf „Schopfboale Hoi“ und der Funke zum Mitmachen

dieses  Fasnetbrauchtum sprang über. Der Zunftmeister hat in seiner Ansprache nochmals die Freude der jetzt  beginnenden vierwöchigen Fasnetszeit den Narren kund gemacht.  Tolle Fasnetmusik spielte die anwesende, große Abordnung der Musikkapelle Frankenhofen unter Leitung von Daniel Aierstock und stimmte so alle in närrische Fasnetslaune ein.

Derweil sich schon die in der Zehntscheuer verweilenden Schopfboale mit ihren ungeduldigen „Miau-Rufen“ für ihre Befreiung anmeldeten, waren die Narrenbüttel in das alte Rathaus mit sanfter Gewalt eingedrungen um die Festsetzung des Bürgermeisters– dieses Jahr wegen Erkrankung des Schultes Bernhard Ritzler von Stellvertreterin und Gemeinderätin Carmen Härle vertreten- vorzunehmen.

Von der nahen Donau und Altlache her war bengalisches Feuer zu sehen. Dort gingen die Altlacha-Hexa zu Werke um ihren Chef, den noch schlafenden „Hoka-Ma“ zum Veranstaltungsplatz per Lafettenkarre vor die Zehntscheuer zu fahren. Die Altlacha-Hexa führten ein fürchterliches Geschrei mit lauten „Hui“-Rufen aus und schürten nebenbei das Feuer am Platz das die Szene erhellte und erwärmte.

Unterdessen öffnete der Zunftmeister und sein Stellvertreter das Zehntscheuertor um die miauenden und tanzenden Schopfboale mit ihrem Nachwuchs in die Freiheit und damit zur Fasnetteilnahme zu befreien. Mit Fackeln in der Hand erhellten die Schopfboale  den Platz und standen dann Spalier.

Mit ihren langstiieligen Besen rüttelten und schüttelten die Altlacha-Hexa jetzt ihren Hoka-Ma aus seinem tiefen Schlaf. Dieser reckte und streckte sich allmählich in seiner urwüchsigen Art und stand dann plötzlich mit seinem Hoka in der Hand vor seinen Hexen. Diese johlten weiterhin mit ihren Hui-Rufen und tanzten umher.Mit unüberhörbaren knattern fuhren dann die Narrenbüttel mit ihrem Unikat der  Benzinkutsche auf den Platz. Dort wartete das gesamte Narrenvolk auf die Rathausschlüssel-Übergabe der Frau „Schultheissin“ wie sie der Zunftmeister anredete. Der Zunftmeister hielt dann seine Anklage- und Machtbesitzrede an die Rathauschefin. Vergleichsweise milde waren die Anklagepunkte die gegen die Verwaltungseinrichtung verlesen wurde. Anscheinend hat die Gemeinde die Sommer- und Winterbaustelle mit den Witterungseinflüssen an der Haldenstraße total verwechselt. Ebens stellte der Narrenchef Jens der IV die aufgeteilte Verwaltungsarbeit auf dem Rathaus in Frage. Jetzt Gelächter der Menge und Beifall ! Doch Frau „Schultheissin Carmen Härle“ wußte sich in ihrer zarten, weiblichen Art zu verteidigen und widersprach in manchen Kritikpunkten. Aber dies reichte nicht, um letztendlich den Anspruch auf Übergabe der Rathausschlüssel an die „Macht der Narren“ jetzt zu übergeben. So wechselte der schwere, goldene  Rathausschlüssel den Besitzer und zwar an die nun 4 Woche herrschenden Narrenzunft. Danach verlas zum Vollzug der Machtübernahme der Stellvertretende Zunftmeister Lukas Teschner die Verkündigung der Narrenmacht mit der Proklamation der Narren über die Gemeinde. Einzuhalten von den Narren sei besonders die Trinkfestigkeit und Arbeitsscheue in der Zeit der Fasnet. Weitere humorvolle Narrentätigkeiten sind zu beachten.

Zum Ende der Proklamation lud der Zunftmeister Jens Rapp alle Narren und Besucher in die Zunftstube zum närrischen Beisammensein freundlich ein. Die musikalische Wegbeleitung zur Zunftstube und dortigen Unterhaltung mit der Musik aus Frankenhofen setzten die Narren den Abend fort.