Spendenübergabe 2025
Als Narrenzunft pflegen wir in Untermarchtal mit viel Herzblut die schwäbisch-alemannische Fasnet – aber für uns endet gelebte Gemeinschaft nicht mit dem Kehraus gemeinsamen Blära am Fasnetsdienstag. Deshalb war es uns auch in diesem Jahr ein großes Anliegen, etwas von dem zurückzugeben, was wir durch die Unterstützung unserer Mitglieder, Freunde und der Dorfgemeinschaft erfahren dürfen. Insgesamt haben wir 1.800 Euro an Spendengeldern zusammenbekommen. Zusammensetzen tut sich dieser Betrag aus unserer Versteigerung während des Weißwurstfrühstücks, aufgerundet durch unsere Ehrenmitglieder, einem Teil des Eintritts von unserem legendären Umzug am Fasnetssamstag, dem Verkauf von Zunftmeister Jens seinem Barett, sowie einem Zuschuss der Zunftratsmitglieder. Diese Summe haben wir zu gleichen Teilen auf drei Organisationen verteilt, die uns besonders am Herzen liegen:
600 Euro gingen an Herzenssache e.V., die sich mit großem Engagement für Kinder und Jugendliche in Not einsetzen.
Weitere 600 Euro haben wir dem Hospiz in Kirchbierlingen gespendet, das Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll begleitet.
Und die letzten 600 Euro gingen an die Radio 7 Drachenkinder, die kranke, traumatisierte oder behinderte Kinder und deren Familien unterstützen.
Mit diesen Spenden möchten wir einen kleinen Beitrag leisten, um dort zu helfen, wo Unterstützung dringend gebraucht wird – ganz nach dem Motto: „Gemeinsam Feste feiern und gemeinsam helfen.“ Ein herzliches Dankeschön an alle, die durch ihren Einsatz, ihre Spendenbereitschaft oder einfach durch ihre Teilnahme an unseren Veranstaltungen diese Hilfe möglich gemacht haben!

Untermarchtaler Narren setzen auf Beständigkeit

Untermarchtal (mh) Die Mitgliederversammlung der Narrenzunft Untermarchtal ergab keine Änderungen im Führungsgremium. Jens Rapp bleibt erster Zunftmeister, Lukas Teschner sein Stellvertreter. Auch Kassiererin Katrin Spähn und Schriftführer Matthias Hänle wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Untermarchtaler Narren blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Schriftführer Matthias Hänle ließ die Events des letzten Jahres chronologisch revue passieren. Angefangen vom Sommerfest bei der Mehrzweckhalle, das im Stile einer Dorfhockete abgehalten wurde, über den Nikolausbrunch für die Bürgerinnen und Bürger und natürlich der Fasnet als Hauptzeit der Narren. Alle Veranstaltungen wurden zum größten Teil vom Zunftrat geplant und vorbereitet. Highlight war der Hausumzug am Fasnetssamstag mit über 1200 Hästrägern und ca. 1000 zahlenden Zuschauern. Beim Bericht des ersten Vorsitzenden fand Zunftmeister Jens Rapp aber auch mahnende Worte an die Mitglieder. Er kritisierte unter anderem einen Mangel an Offenheit für neue Ideen und Maßnahmen. So wurde beispielsweise in der vergangenen Fasnetssaison erstmals mit einer App gearbeitet, bei dem man sowohl die Arbeitsdienste verwalten kann, als auch Anmeldungen für Umzüge, sowie die Stammdaten der Mitglieder. Er appellierte auch an die Mitglieder, wertzuschätzen was man an der Narrenzunft hat, so fahren die Narren beispielsweise an jeder Ausfahrt kostenlos mit dem Bus, ein Alleinstellungsmerkmal in der Umgebung. Nichtsdestotrotz sprach der Zunfti auch Lob aus für die geleisteten Arbeitsstunden rund um die Fasnet und dass man keine Zwischenfälle hinnehmen musste. Kassiererin Katrin Spähn konnte von einem sehr positiven Kassenstand berichten. Das abgelaufene Jahr konnte trotz einiger Investitionen mit leichten Plus abgeschlossen werden. Auch Kassenprüfer Wolfgang Merkle hob diese Tatsache lobend hervor und attestierte der Kassiererin eine tadellose Buchführung. Die Berichte der Untergruppen der Schopfboale, Narrenbüttel und Altlacha-Hexa prämierten unter anderem die 100%-Läufer, also diejenigen, die es geschafft haben, an der vergangenen Fasnet an jedem Umzug teilzunehmen. Für die Büttel waren dies: Paul Fischer, Joachim Ziegler, David Scherenbacher und Joachim Maurer, für die Schopfboale: Verena Ziegler, Melanie Walter, Christian Schaupp, Maria Schick und Alexander Wilhelm, und für die Hexen: Michael Glatzer, Beatrice Glatzer, Felix Teschner, Felix Ziegler, Torsten Stadler, Petra Stadler und Florian Gehlhoff die geehrten bekamen ein kleines Präsent überreicht. Die Wahlen führte Bürgermeister Bernhard Ritzler durch. Einzige Änderung: Lena Traub übernimmt das Amt des Stellvertretenden Oberboale von Leon Kruber. Ritzler bedankte sich für die vorbildliche und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Narrenzunft, sowie deren Mehrwert, die sie für die Gemeinde bringt. Als Ankündigung für das kommende Jahr berichtete die Vorstandschaft, dass man einen Mitgliederausflug zum Maifest des MV Frankenhofen machen möchte, sowie im Spätsommer ein Grillfest geplant sei. Das Sommerfest muss indes aufgrund der Umbauarbeiten an der Mehrzweckhalle ausfallen.
Einladung zur Hauptversammlung am 10. April
Am Freitag, dem 10. April 2026, findet um 20:00 Uhr im Sportheim des
SV Untermarchtal die diesjährige Mitgliederversammlung der Narrenzunft Untermarchtal e.V. statt, zu der wir alle Freunde und Gönner der NZU einladen möchten.
Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
- Bericht des 1. Vorsitzenden
- Bericht des Schriftführers
- Bericht des Kassiers
- Bericht der Kassenprüfung
- Bericht der Untergruppen
- Entlastung des Zunftrates und des Kassiers
- Neuwahlen gemäß Satzung
- Wahl der Kassenprüfer
- Behandlung von Anträgen
- Verschiedenes
Über Euer Kommen würden wir uns freuen.
Von Detektiven bis Liebesgöttern – bunter Umzug am Fasnetssamstag begeistert
Der diesjährige Fasnetsumzug am Fasnetssamstag in Untermarchtal bot den zahlreichen Besuchern wieder ein farbenfrohes und ideenreiches Spektakel. Laut Umzugsaufstellung zogen insgesamt 51 Gruppen durch die Straßen des Ortes – ein beeindruckendes Bild aus Hästrägern, Musikvereinen und kreativen Mottogruppen.
Bereits an vierter Stelle sorgte die Grundschule Untermarchtal/Lauterach mit ihrem Motto „Schuldetektive – Spürnase“ für Aufsehen Umzugsaufstellung 2026. Als pfiffige Spürnasen gingen die Schülerinnen und Schüler auf närrische Spurensuche und begeisterten mit liebevoll gestalteten Detektivkostümen.
Auch die Jüngsten zeigten viel Fantasie: Der Kindergarten präsentierte sich als buntes Puzzle, während die Kita als kleine Zauberer unterwegs war und mit Magie und kreativen Kostümen die Zuschauer zum Staunen brachte.
Eine besondere Note setzte die traditionelle und originelle Gruppe der Venezianer Umzugsaufstellung 2026. Passend zum Valentinstag widmeten sie sich dem Thema Liebe und traten als Amor, der Gott der Liebe, in Erscheinung. Mit stilvollen Gewändern und romantischen Details verliehen sie dem Umzug einen Hauch venezianischer Eleganz.
Neben den örtlichen Gruppen bereicherten zahlreiche Narrenzünfte, Hexen, Geister und Musikvereine aus der Region den Zug und sorgten mit ihren Narrenrufen und Klängen für ausgelassene Stimmung entlang der Strecke.
Zwar zeigte sich das Wetter von seiner eher ungemütlichen Seite – nasskalt und stellenweise etwas trüb –, doch das tat der guten Laune keinen Abbruch. Viele Zuschauer fanden dennoch den Weg nach Untermarchtal und säumten gut gelaunt die Straßen, um das närrische Treiben zu verfolgen.
Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen in die verschiedenen Veranstaltungsorte im Ort. In der Zunftstube, der Schlagerbar, der Halle, dem Partyzelt und dem Armor-Center wurde bis in die Abendstunden gemeinsam gefeiert, getanzt und gelacht. So klang ein rundum gelungener Fasnetssamstag mit buntem närrischem Treiben stimmungsvoll aus.
Närrischer Zunftball mit vielen Spaß und Jux auf der Bühne




Am Glombigen Doschdig sind im Dorf die Narren los; mit der lustigen Befreiung der Kindergartenkinder und der Grundschüler war der Start in einen langen und närrischen Tag und eben so eine lange
Zunftball-Nacht. Im Kindergarten St. Peter schunkelten die Schopfboale, Altlachahexa mit dem Hokama , die Narrenbüttel, die Wolfstalbären und Schnecken aus Lauterach mit den Kindern um die Wette und sangen
lustige Fa<snetstexte. Auf dem Weg zur Grundschule wurde ein kurzer Halt im Rathaus abgehalten. Bürgermeister Bernhard Ritzler begrüßte die Narren und KiGa-Kinder vom ersten Stock am Fenster seiner Residenz, lud die Kinder dann ins Rathaus ein und verteilte Süßigkeiten. Auch die Schüler der Grundschulklassen 3. und 4. mit ihren Lehrerinnen der Grundschule empfingen die Narren mit einem kräftigen „Schopfboale-Hoi“ und „Wolfstal-Bära“ und ließen das Klassenzimmer mit lauter Musik und Gesang erklingen sowie die Befreiungsproklamtion von den Narrenbüttel vorlesen.
Der abendliche Zunftball in der Gemeindehalle war dann der Höhepunkt des Tages. Begrüßt wurden die zahlreichen, närrischen Gäste, darunter die dörflichen Honoratioren und Narren aus Lauterach und Obermarchtal.mit ihren Narrenrufen von den beiden Moderatoren Jens Rapp und Felix Teschner.
Die Musiker von der Band „Reiner`s Schwabensound Special“ legten gleich stimmungsvoll los und unterhielten fast pausenlos die Gäste.
Das anschließende Bühnenprogramm war sehr vielseitig, lustig und von den Akteuren mit gespielter Freude und Spaß den Anwesenden vermittelt. Dabei war so mancher Augen- und Ohrenschmaus einfach hinreißend und wurde mit viel Beifall belohnt. Mehrfach wurden lustige Sketche gespielt und die darin erwähnten Ehepaare und Verliebte meist mit Problemen, Verwechslungen oder weiteren komischen Szenen und Sprüchen dargestellt.
Sketche und Spiele wurden dargeboten von Luca Härle, Valentin Teschner, Luana und Amina Wetzel, Lina Ziegler, Laura Schillinger, Jasmin Fischer, Nicole und Ferdinand Knab, Petra, Zoe und Torsten Stadler, Katrin Spähn, David Scherenbacher und Wolfgang Merkle.
Manche Dame klagte darüber „was soll ich anziehen“, dabei quoll der Kleiderschrank mit Klamotten über.
Zu hören und zu sehen war auch das Generationenproblem und nicht seltrn waren Eheprobleme an der Tagesordnung. Ehe sei Arbeit und was schenkt man sich. Oder was fang ich mit einer Langzeitbeziehung an. Ja und es gibt Frauen, die brauchen eben einen Schönheitsschlaf. Wie behebe ich kalte Füße und was mache
Ich wenn mein Gesicht morgens später aufsteht.
Bei der Suche nach einer Nebentätigkeit fand ein Paar zum Telefonsex. Doch am Ende war dies ein Trugschluß, denn die Telefonrechnung schnellte nach oben..Überragend dann die Vorstellung von Lena und Niklas Traub mit dem Rap-Song.
Der Tanz von den 20 Fire-Girls auf der Bühne war mit sportlicher Akrobatik von den Tanzgirls vom SV Untermarchtal und SC Lauterach toll in Szene gesetzt und erhielt viel Beifall.
Wie zwei Schachspielerinnen unterschiedlich an das Brettspiel herangingen war mindestens mit einer „Dummies“ und deren Begriffsstutzigkeit besetzt. Eine klare Rollenbesetzung hatte auch der Auftritt mit dem Duo „Hannes und der Bürgermeister“ in diesem Klassiker.. Der Bürgermeister war, wie konnte es anders nicht sein, Untermarchtals Bürgermeister Bernhard Ritzler im Gewand eines Froschkönig, hätte aber lieber, wie es sich herausstellte, einen Märchenprinz verkörpert. Damit wäre das Vorhaben mit einer Prinzessin wohl leichter gefallen. Den Hannes spielte Joachim Lang als schlagfertiger und schlauer Gegenüber. .
Die beiden Altlache-Hexa Felix Teschner und Christoph HIrschle boten mit viel Leichtigkeit und fetzigen Gesang den Ohrwurm „Hex-Hex-Oberhex“ dem Publikum zum Schluß des Bühnenprogramm.
Dank für alle Akteure, Helfer und Verpflegungspersonal am Abend in der Küche und allen Gästen wurde von Moderator und Zunftmeister Jens Rapp ausgesprochen.
Zum Fasnetsamstag-Umzug lud er ebenfalls ein. Dann erklang noch das gemeinsam gesungene Untermarchtaler Narrenlied mit dem Refrain „Und jetzt heißt`s Schopfboale Hoi, Schopfboale Hoi in Stadt und Land. Nur immer Schopfboale Hoi, Schopfboale Hoi denn wir sind überall bekannt“ !.
Fasnet 2026 am Ort nimmt bei der Ausgrabung Fahrt auf
Mit der Fasnetausgrabung und gleichzeitigen Proklamation der diesjährigen Fasnet gibt es bei den Narren kein Halten mehr. Jetzt traf sich das Narrenvolk wie alljährlich gemeinsam bei der Zehntscheuer zur Ausgrabung und Proklamation der Fasnet. Viele interessierte und begeisternde Narren vernahmen von Zunftmeister jens Rapp den laut schallenden Begrüßungsruf „Schopfboale Hoi“ und der Funke zum Mitmachen
dieses Fasnetbrauchtum sprang über. Der Zunftmeister hat in seiner Ansprache nochmals die Freude der jetzt beginnenden vierwöchigen Fasnetszeit den Narren kund gemacht. Tolle Fasnetmusik spielte die anwesende, große Abordnung der Musikkapelle Frankenhofen unter Leitung von Daniel Aierstock und stimmte so alle in närrische Fasnetslaune ein.
Derweil sich schon die in der Zehntscheuer verweilenden Schopfboale mit ihren ungeduldigen „Miau-Rufen“ für ihre Befreiung anmeldeten, waren die Narrenbüttel in das alte Rathaus mit sanfter Gewalt eingedrungen um die Festsetzung des Bürgermeisters– dieses Jahr wegen Erkrankung des Schultes Bernhard Ritzler von Stellvertreterin und Gemeinderätin Carmen Härle vertreten- vorzunehmen.
Von der nahen Donau und Altlache her war bengalisches Feuer zu sehen. Dort gingen die Altlacha-Hexa zu Werke um ihren Chef, den noch schlafenden „Hoka-Ma“ zum Veranstaltungsplatz per Lafettenkarre vor die Zehntscheuer zu fahren. Die Altlacha-Hexa führten ein fürchterliches Geschrei mit lauten „Hui“-Rufen aus und schürten nebenbei das Feuer am Platz das die Szene erhellte und erwärmte.
Unterdessen öffnete der Zunftmeister und sein Stellvertreter das Zehntscheuertor um die miauenden und tanzenden Schopfboale mit ihrem Nachwuchs in die Freiheit und damit zur Fasnetteilnahme zu befreien. Mit Fackeln in der Hand erhellten die Schopfboale den Platz und standen dann Spalier.
Mit ihren langstiieligen Besen rüttelten und schüttelten die Altlacha-Hexa jetzt ihren Hoka-Ma aus seinem tiefen Schlaf. Dieser reckte und streckte sich allmählich in seiner urwüchsigen Art und stand dann plötzlich mit seinem Hoka in der Hand vor seinen Hexen. Diese johlten weiterhin mit ihren Hui-Rufen und tanzten umher.Mit unüberhörbaren knattern fuhren dann die Narrenbüttel mit ihrem Unikat der Benzinkutsche auf den Platz. Dort wartete das gesamte Narrenvolk auf die Rathausschlüssel-Übergabe der Frau „Schultheissin“ wie sie der Zunftmeister anredete. Der Zunftmeister hielt dann seine Anklage- und Machtbesitzrede an die Rathauschefin. Vergleichsweise milde waren die Anklagepunkte die gegen die Verwaltungseinrichtung verlesen wurde. Anscheinend hat die Gemeinde die Sommer- und Winterbaustelle mit den Witterungseinflüssen an der Haldenstraße total verwechselt. Ebens stellte der Narrenchef Jens der IV die aufgeteilte Verwaltungsarbeit auf dem Rathaus in Frage. Jetzt Gelächter der Menge und Beifall ! Doch Frau „Schultheissin Carmen Härle“ wußte sich in ihrer zarten, weiblichen Art zu verteidigen und widersprach in manchen Kritikpunkten. Aber dies reichte nicht, um letztendlich den Anspruch auf Übergabe der Rathausschlüssel an die „Macht der Narren“ jetzt zu übergeben. So wechselte der schwere, goldene Rathausschlüssel den Besitzer und zwar an die nun 4 Woche herrschenden Narrenzunft. Danach verlas zum Vollzug der Machtübernahme der Stellvertretende Zunftmeister Lukas Teschner die Verkündigung der Narrenmacht mit der Proklamation der Narren über die Gemeinde. Einzuhalten von den Narren sei besonders die Trinkfestigkeit und Arbeitsscheue in der Zeit der Fasnet. Weitere humorvolle Narrentätigkeiten sind zu beachten.
Zum Ende der Proklamation lud der Zunftmeister Jens Rapp alle Narren und Besucher in die Zunftstube zum närrischen Beisammensein freundlich ein. Die musikalische Wegbeleitung zur Zunftstube und dortigen Unterhaltung mit der Musik aus Frankenhofen setzten die Narren den Abend fort.


