Schülerbefreiung am Glombigen Doschdig
Text von Hermann Illenberger
Wenn Untermarchtals Narrenbüttel an der Spitze, gefolgt von Schopfboale und Altlacha-Hexa mit dem Hokama zum Kindergarten marschieren, dann geht es in den langgezogenen Endspurt der heimischen Fasnet. Im Kindergarten St. Peter warteteten die Kids mit ihrer Leiterin Schwester Erika Maria und den Erzieherinnen auf den Besuch der Narren und die Befreiung der Kinder.
Mit einem kräftigen Schopfboale-Hoi begrüßten die Kinder die bunt herausgeputzten Narrenschar. Gleich wurde getanzt, geschunkelt und fröhlich gesungen. Jeder der Hästräger nahm sich um ein Kind dabei an und sogleich verflog alle Zurückhaltung untereinander. Unter den toll verkleideten Kids waren Cowboys, Prinzessinnen, Polizisten, kleine Mäuschen und auch Pippi-Langstrumpf war darunter. Letztlich wurde noch eine lustige Polonaise von allen gemacht, ehe es zum Ausgang und dem Marsch über die Donaubrücke am sicheren Seil Richtung Grundschule zur dortigen Schülerbefreiung der Grundschulklassen von Untermarchtal mit Lauterach ging. Doch unterwegs wurde vor dem Info-Zentrum und ehemaligen Bahnhof bei Sonnenschein ein Stopp eingelegt und vor dem Gebäude tanzten und sangen die kleinen und großen Narren.
Nach der Befreiung der Grundschüler machten alle bei einem Workshop mit, dessen Aufgabe es war, eine Tüte zu fertigen in der möglichst viele Süßigkeiten eingefangen werden sollen, die die Narrenzunft zusammen mit einer Fasnetsbrezel und einem Getränk den Schülern und Kindern servierte.
Bilder: Hermann Illenberger
Ausblick Fasnetswochenende
Langsam steigt die Anspannung und der Höhepunkt der Untermarchtaler Fasnet rückt näher. In der angehängten Broschüre findet Ihr alle Informationen über Veranstaltungen, Termine und was jeweils geboten ist.
Fahrt ins Blaue führt nach Waldburg
Am frühen morgen des 08. Februars machten sich die Narren der Narrenzunft Untermarchtal auf, auf eine Fahrt ins Ungewisse. 54 Mitglieder hatten sich zur diesjährigen Überraschungsausfahrt angemeldet, womit der Bus restlos gefüllt war. Zunächst ging es ins schöne Örtchen Hörbranz im Voralberg in Österreich. Dort kamen die Boale, Büttel und Hexen in den Genuss der berühmten Liköre und Feindestillate der Schnapsbrennerei Prinz. Neben einer ausführlichen Verkostung, wurde auf einer dreißig minütigen Führung ausführlich über das Schnapsbrennen philosophiert. Nächste Station war der Besuch des Umzugs der Burgnarren in Waldburg. Bei herrlichem Wetter und vollen Zuschauerrängen lief man den Umzug vom Aufstellungsplatz bis zum Zelt. Abends kehrte man dann gegen 19 Uhr heim und ließ den tollen Tag im Speisesaals des Bildungsforums in Untermarchtal bei einem ausgiebigen Vesper ausklingen.
Bilder: Patrick Heidenreich
Narrenbaumstellen Obermarchtal
Mit Kutsche, Büttel-Geschelle und Schopfboale-Hoi-Rufen betraten die Narren der NZ Untermarchtal am Samstag 25.01. den Marktplatz in Obermarchtal. Vor zahlreichen Zuschauern, wurden wir von unserer Nachbarzunft gebeten ihren Narrenbaum aufzustellen. Mit mehr als 20 Mitgliedern nahmen wir diese Aufgabe an. Stärkungen wie Bier und kleine Snacks halfen den starken Männern, den Baum mithilfe von drei Schwalben in die Senkrechte zu drücken. Angefeuert wurden wir neben den Zuschauern auch von dem MV Obermarchtal.

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Fotos: Matthias Hänle
Bericht Ausgrabung
NZ Untermarchtal: Heiter-närrische Fasnetausgrabung (Bericht von Herman Illenberger)
Viele närrische Zuschauer sahen das Spektakel der Fasnetausgrabung am Freitagabend bei der Zehntscheuer bei schmissiger Musik der Frankenhofener Musikanten. Es war längst bekannt, dass in der Scheuer die noch verschlafenen Schopfboale seit der letzten Fasnet sich aufhielten. Doch die Altlache-Hexa waren die ersten, die den Schopfboale das Scheunentor öffneten und mit Qualm und Gezeter die Befreiung der schwarz-weiß behästen Boale, ermöglichten. Dann kamen die Altlacha-Hexen mit der Auferweckung des Hokama aus dem seichten Wasser der Altlacha ins Spiel. Wieder mit Getöse zogen die Hexen aus Richtung Donau mit dem auf einem Karren den noch ruhenden Hokama unter dem Fackelschein und Spalier stehenden Schopfboale vor die Zehntscheuer. Bei farbigem Bengalfeuer und Geschrei der Altlacha-Hexen wachte schließlich der Hokama auf und erhob sich aus seiner Ruhestatt, er reckte sich und streckte sich und erhob seinen Wasserhaken empor.
Die Proklamation der Hexengesetze über die Fasnet verlas Zunftmeister Thorsten Faad. Dort hieß es unter anderem: „Trinkfest und arbeitsschau während der Fasnet zu sein !“. Dazwischen erklang das Untermarchtaler Narrenlied. Dies wurde von der begleitenden Musikkapelle Frankenhofen intoniert. Dann kam die Szene mit der Bürgermeisterverhaftung. Der im alten Rathaus von den Narrenbüttel verhaftete BM Bernhard Ritzler wurde mit der motorisierten und holpernden Büttelkutsche über den Asphalt und Randsteinen zum Zunftmeister daher gefahren. Der Zunftmeister verlas die Amtsabsetzung. Gründe dazu sind genug da. Unter anderem habe es der Bürgermeister wieder versäumt, der Landjugend einen „Fackelplatz“ für eine Fackel dieses Jahr zu vermitteln. Alles nur mit BUND-Begründung als Ablehnung für einen Fackelplatz hinzunehmen, werde nicht hingenommen. Die Rathausschlüsselübergabe vom BM zum Zunftmeister erfolgte wiederstandslos. Als Gegenwehr seiner Amtsabsetzung konnte er dem Zunftmeister nur den Hinweis auf leere Gemeindekassen entgegen setzen.
Es folgte noch der Dank des Zunftmeister allen Gästen und Narren die gekommen waren – trotz Regenwetter. Er lud jetzt in die Räume der Narren samt Zunftstube im alten Rathaus ein. Auf derm Weg dahin begleitet die Musikkapelle Frankenhofen die Narren. Und die Fortsetzung der gemütlichen Runden dort wurden ebenfalls von den Musikern aus Frankenhofen unterhaltend und fröhlich-närrisch fortgesetzt.



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Fotos: Hermann Illenberger und Matthias Hänle





