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Von Detektiven bis Liebesgöttern – bunter Umzug am Fasnetssamstag begeistert

Der diesjährige Fasnetsumzug am Fasnetssamstag in Untermarchtal bot den zahlreichen Besuchern wieder ein farbenfrohes und ideenreiches Spektakel. Laut Umzugsaufstellung zogen insgesamt 51 Gruppen durch die Straßen des Ortes – ein beeindruckendes Bild aus Hästrägern, Musikvereinen und kreativen Mottogruppen.

Bereits an vierter Stelle sorgte die Grundschule Untermarchtal/Lauterach mit ihrem Motto „Schuldetektive – Spürnase“ für Aufsehen Umzugsaufstellung 2026. Als pfiffige Spürnasen gingen die Schülerinnen und Schüler auf närrische Spurensuche und begeisterten mit liebevoll gestalteten Detektivkostümen.

Auch die Jüngsten zeigten viel Fantasie: Der Kindergarten präsentierte sich als buntes Puzzle, während die Kita als kleine Zauberer unterwegs war und mit Magie und kreativen Kostümen die Zuschauer zum Staunen brachte.

Eine besondere Note setzte die traditionelle und originelle Gruppe der Venezianer Umzugsaufstellung 2026. Passend zum Valentinstag widmeten sie sich dem Thema Liebe und traten als Amor, der Gott der Liebe, in Erscheinung. Mit stilvollen Gewändern und romantischen Details verliehen sie dem Umzug einen Hauch venezianischer Eleganz.

Neben den örtlichen Gruppen bereicherten zahlreiche Narrenzünfte, Hexen, Geister und Musikvereine aus der Region den Zug und sorgten mit ihren Narrenrufen und Klängen für ausgelassene Stimmung entlang der Strecke.

Zwar zeigte sich das Wetter von seiner eher ungemütlichen Seite – nasskalt und stellenweise etwas trüb –, doch das tat der guten Laune keinen Abbruch. Viele Zuschauer fanden dennoch den Weg nach Untermarchtal und säumten gut gelaunt die Straßen, um das närrische Treiben zu verfolgen.

Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen in die verschiedenen Veranstaltungsorte im Ort. In der Zunftstube, der Schlagerbar, der Halle, dem Partyzelt und dem Armor-Center wurde bis in die Abendstunden gemeinsam gefeiert, getanzt und gelacht. So klang ein rundum gelungener Fasnetssamstag mit buntem närrischem Treiben stimmungsvoll aus.

Fasnet 2026 am Ort nimmt bei der Ausgrabung Fahrt auf

Mit der Fasnetausgrabung und gleichzeitigen Proklamation der diesjährigen Fasnet gibt es bei den Narren kein Halten mehr. Jetzt traf sich das Narrenvolk wie alljährlich gemeinsam bei der Zehntscheuer zur Ausgrabung und Proklamation der Fasnet.  Viele interessierte und begeisternde Narren vernahmen von Zunftmeister jens Rapp den laut schallenden Begrüßungsruf „Schopfboale Hoi“ und der Funke zum Mitmachen

dieses  Fasnetbrauchtum sprang über. Der Zunftmeister hat in seiner Ansprache nochmals die Freude der jetzt  beginnenden vierwöchigen Fasnetszeit den Narren kund gemacht.  Tolle Fasnetmusik spielte die anwesende, große Abordnung der Musikkapelle Frankenhofen unter Leitung von Daniel Aierstock und stimmte so alle in närrische Fasnetslaune ein.

Derweil sich schon die in der Zehntscheuer verweilenden Schopfboale mit ihren ungeduldigen „Miau-Rufen“ für ihre Befreiung anmeldeten, waren die Narrenbüttel in das alte Rathaus mit sanfter Gewalt eingedrungen um die Festsetzung des Bürgermeisters– dieses Jahr wegen Erkrankung des Schultes Bernhard Ritzler von Stellvertreterin und Gemeinderätin Carmen Härle vertreten- vorzunehmen.

Von der nahen Donau und Altlache her war bengalisches Feuer zu sehen. Dort gingen die Altlacha-Hexa zu Werke um ihren Chef, den noch schlafenden „Hoka-Ma“ zum Veranstaltungsplatz per Lafettenkarre vor die Zehntscheuer zu fahren. Die Altlacha-Hexa führten ein fürchterliches Geschrei mit lauten „Hui“-Rufen aus und schürten nebenbei das Feuer am Platz das die Szene erhellte und erwärmte.

Unterdessen öffnete der Zunftmeister und sein Stellvertreter das Zehntscheuertor um die miauenden und tanzenden Schopfboale mit ihrem Nachwuchs in die Freiheit und damit zur Fasnetteilnahme zu befreien. Mit Fackeln in der Hand erhellten die Schopfboale  den Platz und standen dann Spalier.

Mit ihren langstiieligen Besen rüttelten und schüttelten die Altlacha-Hexa jetzt ihren Hoka-Ma aus seinem tiefen Schlaf. Dieser reckte und streckte sich allmählich in seiner urwüchsigen Art und stand dann plötzlich mit seinem Hoka in der Hand vor seinen Hexen. Diese johlten weiterhin mit ihren Hui-Rufen und tanzten umher.Mit unüberhörbaren knattern fuhren dann die Narrenbüttel mit ihrem Unikat der  Benzinkutsche auf den Platz. Dort wartete das gesamte Narrenvolk auf die Rathausschlüssel-Übergabe der Frau „Schultheissin“ wie sie der Zunftmeister anredete. Der Zunftmeister hielt dann seine Anklage- und Machtbesitzrede an die Rathauschefin. Vergleichsweise milde waren die Anklagepunkte die gegen die Verwaltungseinrichtung verlesen wurde. Anscheinend hat die Gemeinde die Sommer- und Winterbaustelle mit den Witterungseinflüssen an der Haldenstraße total verwechselt. Ebens stellte der Narrenchef Jens der IV die aufgeteilte Verwaltungsarbeit auf dem Rathaus in Frage. Jetzt Gelächter der Menge und Beifall ! Doch Frau „Schultheissin Carmen Härle“ wußte sich in ihrer zarten, weiblichen Art zu verteidigen und widersprach in manchen Kritikpunkten. Aber dies reichte nicht, um letztendlich den Anspruch auf Übergabe der Rathausschlüssel an die „Macht der Narren“ jetzt zu übergeben. So wechselte der schwere, goldene  Rathausschlüssel den Besitzer und zwar an die nun 4 Woche herrschenden Narrenzunft. Danach verlas zum Vollzug der Machtübernahme der Stellvertretende Zunftmeister Lukas Teschner die Verkündigung der Narrenmacht mit der Proklamation der Narren über die Gemeinde. Einzuhalten von den Narren sei besonders die Trinkfestigkeit und Arbeitsscheue in der Zeit der Fasnet. Weitere humorvolle Narrentätigkeiten sind zu beachten.

Zum Ende der Proklamation lud der Zunftmeister Jens Rapp alle Narren und Besucher in die Zunftstube zum närrischen Beisammensein freundlich ein. Die musikalische Wegbeleitung zur Zunftstube und dortigen Unterhaltung mit der Musik aus Frankenhofen setzten die Narren den Abend fort.

27.10.2025 Veranstaltungen

Anmeldungen für Nikolausbrunch 2025 möglich

Der diesjährige Nikolausbrunch der NZ Untermarchtal findet am 14.12.2025 statt. Weiter Infos siehe Flyer.

Anmeldungen über den QR-Code

Weißwurstfrühstück dieses Jahr mit Auktion

Mittlerweile schon traditionell ziehen die Narren am Fasnetsfreitag nach dem Zunftball ab 6 Uhr in die Zunftstube zum Weißwurstfrühtück ein. Bereits schön hergerichtet gibt es dort eine kräftige Stärkung für alle, die es bis dahin ausgehalten haben. In diesem Jahr gab es zudem eine besondere Premiere. Zunftratmitglied Christoph Hirschle versteigerte in einer Auktion alte Überbleibsel vergangener Jahre. Der gesamte Erlös soll einem guten Zweck gespendet werden. Zu ersteigern gab es unter anderem Kuchenplatten, Partylichter- und becher. Hauptgewinn war ein Rendez-Vous mit Feuerwehrmann Jochen Fischer. Die Bieter überboten sich regelmäßig, sodass ein Erlös von 506€ zusammen gekommen ist. Die Ehrenmitglieder erklärten sich dazu bereit die Summe auf 600€ aufzustocken. Auktionator Christoph Hirschle und seine Assistenten zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Kinderfasnet begeistert kleine Narren

Die Altlacha-Hexa mit Hokama, die Narrenbüttel und Schopfboale aus Untermarchtal, sowie die Lauteracher Narren trafen sich zunächst an der Zunftstube. Dann zog der Narrentross in Richtung Klosterturnhalle. Die Kindergartenkinder mussten dorthin ausweichen, da im Kindergarten aktuell ein Wasserschaden repariert wird. Die Kinderaugen waren groß, als sie durch die große Narrenschar überrascht wurden. Viele Tänze und Lieder und natürlich die Narrenrufe der Untergruppen wurden performt. Danach ging es zusammen zum Info-Zentrum, wo das Team der Gemeinde eine kleine Überraschung für die Nachwuchsnarren bereit hielt. Die Kindergartenkinder durften danach zurück und ein kühles Bluna und eine Fasnetsbrezel genießen. Die Zunftmitglieder zogen danach weiter zur Grundschule und befreiten die Schüler. Auch dort wurde wieder ein Tanz vorbereitet bei dem alle mitmachen durften. Nachdem die Lehrer standesgemäß gefesselt wurden und der Narrenbaum durch die Schüler aufgestellt wurde, gab es noch lustiges Beisammensein mit Bluna und Brezeln.